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Interaktive Karte für Hörstel

Hörstel - Erkundungstour

Vier Ortsteile und zahlreiche Sehens- und Liebenswürdigkeiten prägen Hörstel - unser Film-Team hat sich in Hörstel umgesehen.



tv.muensterland.de Hier zum Video auf tv.muensterland.de!



Hörstel - Zahlen, Daten und Fakten


Kreis: Steinfurt
Höhe: 35 bis 145 m ü. NN
Fläche: 107,32 km²
Einwohner: 19.891
Einwohner / km²: 185
Postleitzahl: 48477
Vorwahlen: 05454, 05459, 05978
Kfz-Kennzeichen: ST
Gemeindeschlüssel: 05 5 66 016

Das Heimathaus in Bevergern.Hörstel – Hörstel liegt inmitten der münsterländischen Parklandschaft am Südhang des Teutoburger Waldes im Tecklenburger Land. Der Ortsteil Bevergern konnte im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ die Goldmedaille erringen.

Bevergern, Dreierwalde, Hörstel und Riesenbeck – seit dem Jahre 1975 bilden diese vier Gemeinden im Tecklenburger Land die Stadt Hörstel mit heute ca. 21.000 Einwohnern. Hörstel präsentiert sich im Zuge eines positiven Strukturwandels als junge, dynamische Stadt mit optimalen Bedingungen zum Wohnen und Arbeiten sowie hohem Freizeitwert. Die münsterländische Parklandschaft und der hier beginnende Teutoburger Wald mit dem 96 Meter hohen Huckberg prägen das ländliche Erscheinungsbild.

Bevergern ist eine kleine, reizvolle, vormalige Ackerbürgerstadt und wurde im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Gern besucht wird das zwischen Bevergern und Hörstel gelegene Erholungsgebiet Torfmoorsee mit Badesee. Dreierwalde hat sich durch die liebevolle Neugestaltung des Kirchenumfeldes St. Anna seinen dörflichen Charakter bewahrt und wurde 1997 im Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Das Kloster Gravenhorst ist längst etabliert im Kreis Steinfurt. Viele Tausend Menschen zieht es jedes Jahr nach Hörstel - sei es wegen herausragender Ausstellungen im Museum, kurzweiliger Führungen, Kunst zum Mitmachen, Konzerten oder spannender Events. Hörstel ist durch den Herthasee mit seinem Campingplatz und Strandbad beliebtes Ziel von Wochenendlern und Campingfreunden. Das hier ansässige Fastenzentrum bietet den Besuchern Erholung und Gesundung von Geist und Körper. Darüber hinaus entwickelt sich Hörstel immer mehr zum Zentralort mit schickem Ortskern und starken Wirtschaftsbetrieben. Sehenswert ist das 1256 gegründete Zisterzienserinnenkloster Gravenhorst mit Staffelgiebel, Renaissancefassade, barocken Zutaten und schlichter gotischer Klosterkirche. Im Klostergebäude ist ein Kunsthaus beheimatet.

Riesenbeck erfreut sich ständig steigender Beliebtheit als Fremdenverkehrs- und Erholungsort. Im Innern der katholischen Pfarrkirche St. Kalixtus befindet sich die Reinhildis-Grabplatte, die kostbarste unter den erhaltenen frühmittelalterlichen Bildhauerarbeiten Westfalens. Südwestlich von Riesenbeck liegt die Surenburg. Sie ist die bekannteste Wasserburg im Tecklenburger Land, doch bekannt geworden ist Riesenbeck im Kreis der Pferdesportfreunde durch die jährlich stattfindenden „Riesenbecker Reitertage“, die Besucher und Teilnehmer aus aller Welt anziehen.

Die geographisch ebenso reizvolle wie verkehrsgünstige Lage, aber auch die konsequente Verbesserung der Wirtschaftsstruktur ließen Hörstel in den vergangenen 20 Jahren zu einem attraktiven Standort für erfolgreiche Unternehmen avancieren. Heute existiert hier ein ansehnlicher Mix aus Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe für die kontinuierlich steigende Einwohnerzahl zur Verfügung. Verkehrstechnisch angebunden ist Hörstel über die BAB A 30/E 30 (Niederlande-Berlin), die BAB A 1/E 3 (Ruhrgebiet-Hamburg), die L 501 (Osnabrück-Rheine) und die B 219. Ebenfalls in der Nähe befinden sich der Dortmund-Ems-Kanal und der Flughafen Münster/Osnabrück (20km).

Virtueller Rundgang durch Hörstel

Heimathaus Bevergern

Heimathaus BevergernIm Jahre 1964 schenkte Dr. Anton Hilckman (1900 bis 1970), Professor für Vergleichende Kulturwissenschaften an der Universität Mainz, sein Geburtshaus der Stadt Bevergern. Nach dem Willen des Stifters sollte es der Pflege des Heimatgedankens und der geschichtlichen Erinnerung dienen.

Diesem Anliegen hat sich seit 1966 der Heimatverein Bevergern zugewendet und in langjähriger Arbeit ein Museum eingerichtet, das sich ausschließlich der örtlichen Geschichte, Kultur und Arbeitswelt widmet.

Es handelt sich um eine malerische Gruppe von drei eng aneinander gefügten Fachwerkhäusern des 18. Jahrhunderts, die ihren ursprünglichen Standort zwischen Kirchplatz und Umwallung der Kleinstadt Bevergern bewahrt haben. Noch heute vermitteln sie eine gute Vorstellung von der Wohn- und Arbeitsweise der drei wichtigsten Berufsgruppen, die einst das Leben in der Enge einer solchen befestigten Siedlung ohne bäuerliches Umland prägten.

Das Kaufmannshaus
Vom malerischen Kirchplatz her betritt man das Hilckman'sche Wohnhaus, das am Kamin die Jahreszahl seiner Erbauung 1742 trägt. Ursprünglich besaß es an der Giebelseite ein Deelentor, das auf eine kleine Tenne mit Viehställen führte. Dieser Hausteil wurde im 19. Jahrhundert zu zwei Wohnräumen umgebaut.

Das Handwerkerhaus
Das Handwerkerhaus trägt die Jahreszahl 1729 im Balken seines Deelentores. Es hat seine ursprüngliche Gestalt nahezu unverändert bewahrt und macht auf eindringliche Weise die Beengtheit, die Nähe von Mensch und Tier und die räumliche Einheit von Wohnen und Arbeiten handwerklicher Tagelöhner deutlich.

Das Ackerbürgerhaus
Übrig geblieben ist vom Ackerbürgerhaus heute nur noch seine Außenhaut; Tenne, Ställe und Küche wurden entfernt, um einen geräumigen Saal für Veranstaltungen unterschiedlichster Art zu gewinn

Die Mühlenroute der Stadt Hörstel

Mühlen prägen das Landschaftsbild im Münsterland. In und um Hörstel auf der Mühlenroute können einige sehr schöne Mühlen auf einer Mühlenroute besichtigt werden. Die Geschichte dieser Mühlen reicht zum Teil bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Mühlenroute kann sehr gut mit dem Fahrrad "erfahren" werden. Sie ist etwa 48 km lang und führt unter anderem an Reinings Mühle, Knollmanns Mühle und der Klostermühle Gravenhorst entlang.

Reinings Mühle in Dreierwalde
Reinings Mühle in DreierwaldeIhren Ursprung hat Reinings Mühle in Dreierwalde um das Jahr 1800. Damals wurde auf dem Hof Grautmann in Uthuisen eine Wassermühle errichtet. Diese war eingeschossig im Fachwerkbaustil gefertigt und mit einem Wasserrad ausgestattet. Sie erhielt um 1900 eine Turbine, wodurch der Betrieb des Wasserrades überflüssig wurde.

Neben dieser Wassermühle entstand im Jahr 1901 eine Sägemühle, deren Betrieb jedoch nach einigen Jahrzehnten eingestellt wurde. Im Jahr 1952 erfolgte ein großer Umbau, wobei das Fachwerk abgerissen und die Mühle in zweigeschossiger Bauweise um das Doppelte vergrößert wurde.

Im Jahr 2003 erwarb die Stadt Hörstel die Mühle. Sie wurde für öffentliche und touristische Zwecke umgebaut und sollte auf diese Weise als Mühlendenkmal erhalten bleiben. Zudem ist in der Mühle ein Trauzimmer eingerichtet worden, in dem nach Vereinbarung Trauungen des Standesamtes Hörstel vollzogen werden können.

Knollmanns Mühle in Hörstel
Knollmanns Mühle in HörstelDie Entstehungsgeschichte der heutigen Doppelmühlenanlage auf dem Hofe Noje-Knollmann an der Hörsteler Aa lässt sich bis in das Jahr 1796 zurückverfolgen. Voraussetzung für die Errich¬tung des ersten Mühlengebäudes war damals eine Erteilung der Gnädigsten Concession zur Anlegung einer Bockemühle für den Zeller Knollmann durch Fürst Bischof Max von Bayern am 6. April 1796.

Im Laufe ihrer Geschichte erfuhr Knollmanns Mühle auch den ein oder anderen Umbau und Modernisierungsmaßnahmen. Ursprünglich von zwei unterschlächtigen Wasserrädern angetrieben, wurde 1914 das Wasserrad der Korn- und Ölmühle durch eine 35 PS starke Turbine ersetzt. Die ursprüngliche Bocke- und Perlmühle, inzwischen zu einer Sägemühle umge¬baut, wurde weiter mit einem unterschlächtigen Wasserrad angetrieben.

Nach der Begradigung der Hörsteler Aa liegt die Sägemühle heute an der „Veerbiäke", das Staurecht ist erloschen. Das Gatter der Sägemühle wurde ehemals noch durch Motorkraft angetrieben, die Kornmühle blieb jedoch unge¬nutzt, die Strom erzeugende ist Turbine längst ausgebaut worden.

Im Jahre 1988 gab es erste Überlegungen seitens des damaligen Eigentümers Heinz-Josef Noje-Knollmann, der Stadt und des Heimatvereins Hörstel, Knollmanns Mühle für die Nachwelt zu erhalten. Die Wasserdoppelmühle wurde mit Wirkung vom 22.09.1988 in die Denkmalliste der Stadt Hörstel eingetragen. Aus Mitteln des Denkmalförderungsprogramms NRW und mit finanzieller Hilfe des Amtes für Agrarordnung, des Heimatvereins Hörstel, der Stadt und vor allem der NRW-Stiftung konnte dieses historische Gebäude im Jahr 1993 restauriert und das alte Turbinenrad der Öffentlichkeit als Exponat zugänglich gemacht werden.

Der Heimatverein Hörstel hat hier für Sitzungen, kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen eine feste Bleibe gefunden und bietet gerne auf Anfrage interessierten Besuchern und Gruppen eine Führung an. Darüber hinaus veranstaltet der Heimatverein an bestimmten Tagen Handwerksdemonstrationen und Schausägen in der Mühle.

Klostermühle Gravenhorst in HörstelKlostermühle Gravenhorst in Hörstel
Die Gravenhorster Klostermühle wird 1262 erstmals urkundlich erwähnt. Der Graf von Ravensberg verkaufte sie damals an das 1256 gegründete Zisterzienserinnenkloster. Nach dem 30jährigen Krieg werden im Jahr 1651 umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Seit dieser Zeit besteht der untere Teil des Mühlengebäudes aus Bruchsteinmauerwerk und der obere Teil aus Fachwerk.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss aus dem Jahre 1803 wird das Kloster säkularisiert und enteignet. Das Eigentum geht in den Besitz der Preußischen Krone. Ab 1823 hat die Klostermühle wechselnde Eigentümer. 1937 wird der Kreis Tecklenburg Besitzer. Während des Zweiten Weltkrieges wird die Mühle stillgelegt.

Bombenangriffe auf Gravenhorst im Jahr 1944 beschädigen die Mühle schwer, eine Bombe reißt das Obergeschoss aus Fachwerk weg. Kurz nach dem Krieg, am 16. Juni 1945, pachtet der Müllermeister Ludwig Müller die beschädigte Mühle. Er baut sie in mühevoller Kleinarbeit wieder auf, erweitert sie um ein Stockwerk und kann sie 1954 vom Kreis Tecklenburg kaufen.

1978 werden der Mahlbetrieb sowie der Handel mit Getreide, Düngemittel, Futtermitteln und Saatgut aufgegeben. 1988 wird auch der Sägewerkbetrieb eingestellt. Ludwig Müller stirbt 1991. Nachdem die Mühle 58 Jahre in Pacht und Besitz der Familie Müller gewesen ist, erwirbt der Förderverein die Mühle im Jahr 2003.

Öffnungszeiten:
Besichtigung nach Vereinbarung mit dem Förderverein Kloster Gravenhorst, Herrn Döbber,
Telefon: 054 59 – 45 61


48477, Hörstel
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